Es ist wirklich schwierig, jemandem beizubringen, wie er ein guter Designer sein soll, es kommt einfach durch Training, abschauen und vor allem eigene Ideen. Dieser Beitrag beinhaltet ohne jetzt großartig drum herum reden zu wollen 33 Tipps, die du beachten solltest, wenn du als ein “guter Designer” angesehen werden willst
1. Metaphern
Ein sehr interessanter Ansatz im Designen ist wohl das, was auch ein gutes Gedicht ausmacht: Metaphern. Im Grunde genommen wird dadurch zwar viel Freiheit gelassen, dennoch sollten die Metaphern am besten zu einem konkreten Thema passen, wie zum Beispiel “Wald” o. Ä.
2. Kein tagelanges Brainstorming
Das menschliche Gehirn kann leider nach einer gewissen Arbeitszeit nicht mehr konstruktiv denken. Also leg’ die eine oder andere Pause ein und komme dann wieder zu deinem Projekt zurück.
3. Geh vom Monitor weg!
Auch wenn es nicht immer möglich oder einfach ist, bringt eine 10 Minütige Pause die eine oder andere frische Idee in den Kopf. Und vorm Rechner hat man auch die Versuchung, von anderen Designern zu kopieren. Die Ideen sollten aber möglichst deine eigenen sein, um so deinem Design die notwendige Individualität zu verschaffen.
4. Beteilige dich in einem Designerforum
Viele Designer arbeiten alleine zu Hause oder zumindest an einem Ort wo sie ihre Ideen nicht mit “gleichgesinnten” teilen können. Thematische Foren bieten dir die wundervolle Möglichkeit, deine Gedanken mit anderen Designern zu entwickeln und zu besprechen.
- Graphic Design Forum (eins der größten und ältesten Grafikerforen)
- Layers Magazine
- Designate Online
Meiner Meinung nach sind aber auch Designercommunities wie deviantART.com wichtig, da man so seine Werke veröffentlichen kann und direkt (unkomerzielle
) Kritik bekommt.
5. Denke simpel
So eigenartig es klingen mag: ein simples Design sieht zu ca. 90% besser aus als ein kompliziertes. Hier sind aber auch Dinge wichtig wie ein guter Slogan, der ebenso möglichst einfach sein sollte und in wenigen Worten das gesamte “Produkt”, welches du in diesem Design vorstellen willst, vorstellen.
6. Benutze einen “Skizzenblock”
So gut wie jedes Design, welches ich anfange, beginnt in meinem Skizzenblock. Dort entwickle ich meine Ideen, skizziere die Grundstruktur des Designs und vor allem: halte Buchtitel, URLs oder andere Gedanken wie Mindmaps oder Sloganvorschläge auf Papier fest. Hier kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Wichtig ist hier aber, dass du dich beim Umsetzen des Designs nicht krampfhaft an die Papiervorlage halten solltest, da das meist eh nicht klappt.
7. Sei dir der benötigten Kenntnisse und Werkzeuge bewusst
Wenn du weißt, dass du ein Design erstellst, welches ein spezielles Foto benötigt (welches du nicht als Stock benutzen kannst
), überlege dir im Vorfeld wo und wie du es machen kannst. Ebenso wenn du zum Beispiel 3D benutzen willst, solltest du dir vielleicht Hilfe suchen.
Auch wenn du dieses Design später zum Druck geben willst, musst du die Maße des Drucks im Vorfeld wissen und vor allem auch auf die dpi Zahl achten. Designs im Web benötigen ca. 72 dpi (Web Standard), wohingegen erst ab 200 dpi etwas gedrucktes gut aussieht. (Ich benutze immer 300 dpi)
8. Arbeite mit Mindmaps
Schreibe den Grundbegriff in die Mitte und umkreise ihn. Wenn dir jetzt Unterkategorien einfallen, schreibe sie in gewissen Abständen um den inneren Kreis herum und hebe sie anders hervor (wie z.B. mit einem Kasten). Verbinde jeden Unterpunkt immer mit der übergeordneten Kategorie. Nun schreibe alle Punkte auf, die dir zu den Unterkategorien einfallen.
Strawberry Kiwi by ~Spiderwick19
9. Digitale Skizze
Anhand der Ideen, die du bislang gesammelt hast kannst du dich jetzt an dein Bildbearbeitungsprogramm setzen und mal in kleiner Auflösung (vor allem sind hier eben die Maße oder Farben unwichtig) ein paar Entwürfe machen. In diesem Schritt siehst du, woran du vielleicht noch nicht gedacht hast und was du vielleicht noch beachten solltest.
10. Geh Duschen
Nein, nicht weil dein Körpergeruch deine Arbeitskollegen abschreckt
Unter der Dusche kommen einem vielmehr manchmal echt gute Gedanken. Einfach mal ein bisschen Entspannen bringt den Ideenfluss oft viel weiter
11. Lies Designerblogs und sei “in”
Das Internet ist so ziemlich das Medium, welches sich am schnellsten entwickelt. Und um dieser rasanten Entwicklung stand zu halten, solltest du große Deisgnerblogs abonnieren. In der Liste steht bei mir das Smashing Magazine ganz weit oben. Ebenso sind Web Designer Wall, Web Designer Depot und Abduzeedo ganz wichtige Seiten in dieser Liste.
12. Halt dich an Web Standards und schreib für alle!
Ein für mich ziemlich wichtiger Punkt. Auch wenn manche Browser (*hust* IE *hust*) sich nicht an diese Standards halten, macht es immer einen professionellen Eindruck, wenn dein Design den Standards entspricht. Aber wenn dem nicht so ist und das Design trotzdem in allen Browsern gleich ist, ist auch in Ordnung.
Der zweite Punkt des Titels: schreib nicht nur für dich, schreib für alle anderen: schreibe nicht nur für deine Auflösung von 1900x2000 (oder was auch immer), sondern versuch zumindest 1024x768 wenn nicht sogar 800x600 anzusprechen. Und vergiss die immer größer werdende Zahl der mobilen Geräte nicht (iPhone etc.)!
13. Leg dir eine Bibliothek an
Viele Designs basieren auf gewissen Grundsätzen. Um diese nicht jedes Mal aufs neue suchen zu müssen, rate ich dir, dass du diese (möglichst gut strukturiert) irgendwo auf deinem Rechner sammelst. Ich konnte meinen 10 000 Icons for free Beitrag zum Beispiel nur deswegen schreiben, weil ich alle Icons und Iconpakete die ich bislang benutzt hab oder auch irgendwo gesehen und toll gefunden hab an einem Ort sammelte. Ebenso ist es nützlich jQuery Plugins oder andere nützliche Beiträge wie zum Beispiel diese Liste als Lesezeichen in einem der vielen Ordner in Firefox aufzubewahren
14. Speichern. Speichern. Nochmal Speichern.
Das schlimmste, was einem passieren kann und allen ist es wahrscheinlich schon passiert: Du sitzt schon seit 3 Stunden an einem Design, etwas passiert, etwas hängt sich auf, etwas hat sich nicht ordentlich gespeichert und alles kaputt. Ein Alptraum jedes Computerbenutzers!
Also der Tipp Nummer 14: Gewöhn dir ein häufiges Speichern an. Das hat auch noch den Vorteil, dass du auf verschiedene Versionen des Designs (sofern du bei jedem Speichern eine neue Datei aufmachst) zurückgreifen kannst.
Hierzu gibt es neuerdings ein nettes Programm: den AutoSaver von =Kishan-Bagaria
15. Zusammenarbeit
Wie schon in Punkt 4 angesprochen, ist die Zusammenarbeit mit anderen oder auch an sich das Vorstellen seiner Werke sehr vorteilhaft, da man sich durch die gut gemeinte Kritik in diesem Zeitpunkt eine härtere Kritik von seinem Boss oder Kunden erspart.
16. Testen. Viel Testen
Bevor du dein Design deinem Kunden vorstellst, solltest du es in vielen Browsern getestet haben. Vor allem der IE macht uns immer Probleme. Dem kannst du aber einfach vorbeugen, indem du deine Seite im IE Tester testest. Dieses Programm ermöglicht dir, mehrere IE Versionen auf deinem Computer gleichzeitig laufen zu lassen. Ein unfertiges Release (siehe Vista *hust*) kommt bei deinem Kunden nicht gut an. Um professionell zu wirken, sollten so gut wie keine Fehler mehr vorhanden sein.
17. Speichere wiederkehrende Aufgaben
Unter Photoshop kann man immer wiederkehrende Vorgänge (wie zum Beispiel Konversion in CMYK, Dateigrößenveränderung oder ähnliches) als “Actions” speichern.
Ebenso gibt es eine Firefox Extension dafür, genannt iMacros
18. Vereinfachen
Auch wenn es anfangs sehr einfach klingt, ist es mit einer großen Fülle von Ideen nicht einfach, das Design weiterhin unkompliziert zu gestalten und so nicht von der eigentlichen Idee hinter dem Design abzulenken.
19. Erfahrung ist alles
Je länger du an etwas arbeitest, desto besser und erfahrener wirst du damit. Beim Designen ist es nicht anders. Wenn du viel Zeit mit einem Programm verbringt, kann das deine Arbeit wirklich merkbar schneller und effizienter machen.
20. Dateien richtig benennen
Im Grunde genommen gibt es kein “richtig” oder “falsch” bei diesem Thema, denn jeder Arbeitet auf seine eigene Art und Weise. Oft wird das aber unterschätzt, obwohl es wirklich hilft, um den Überblick zu behalten und zu wissen, welche Datei wie und wann entstanden ist. Füge nie ein “final” etc. an deine Dateien an, weil es so gut wie immer Änderungen gibt und so somit entweder die alte Datei umbenennen musst oder mehrere “final”s hast
Für mich hat sich für am effektivsten erwiesen, alle Dateien mit 01, 02 zu nummerieren. So behälst du den Überblick und kannst ältere Versionen vergleichen.
21. Und noch eine Ebene!
Ich versuche immer, so viele Ebenen wie möglich zu benutzen, wenn ich ein Design erstelle. In Photoshop hab ich zusätzlich noch die Möglichkeit, diese in Gruppen zusammen zu fassen. Das schlimmste, was dir nämlich passieren könnte ist, dass wenn du ein wundervolles Design erstellt hast, dann denkst “ach, das könnt ich vielleicht doch noch ändern” und bemerkst, dass du genau diese zwei Ebenen vereint hast. Und das so früh schon, dass dir selbst die 50 Protokolleinträge nicht mehr helfen...
22. Kauf dir einen neuen Computer
Toller Tipp –.- Und trotzdem: wenn dein Computer mehr als 5 Jahre alt ist, benötigst du einen neuen, um die ganzen neuen Programme effektiv zu nutzen. Und wenn du dir gerade keinen neuen Computer leisten kannst, rüste dein RAM auf. Denn die meisten grafischen Anwendungen konzentrieren sich hauptsächlich im RAM.
23. Plugins, Plugins, meine Plugins!
Für so gut wie jedes Programm, welches du benutzt, gibt es Plugins. Diese erleichtern meist deine Arbeit oder fügen deinem Programm neue Funktionen hinzu.
Hier eine kleine Liste von Pluginseiten für die bekanntesten Programme:
- Adobe Photoshop: adobe.com
- Mozilla Firefox: addons.mozilla.org
- Mozilla Thunderbird: addons.mozilla.org
- GIMP: registry.gimp.org
- Pidgin: pidgin-im.de
- Inkscape: wiki.inkscape.org
- Blender: blender.org
24. Verläufe in Photoshop
Wenn du ein Design drucken lassen willst, kann es gut vorkommen, dass diese schrecklichen “bandings” vor kommen. Um diese zu vermeiden, füge einfach etwas “Störungen” (Noise; Dither) zum Verlauf hinzu. Die Stärke davon variiert natürlich in Abhängigkeit von der Größe und Auflösung des Werkes.
25. Frag deine Freunde
Frag deinen Freund, deine Freundin oder irgendwen, der “in der Nähe” ist. Auch wenn sie vielleicht keine Designer sind, bekommst du einen anderen Eindruck deines Werkes.
26. Texturen
Um deinem Werk ein etwas organisches Aussehen zu verpassen, füge ihm ein paar Texturen hinzu. Übertreib’s nicht, benutz vielleicht sogar etwas handgemachtes. Aber du musst wissen, wann Schluss ist
27. Schatten
Damit dein Design wirklich anfängt, zu “leben”, braucht es etwas 3D-Effekte. Das erreicht man neben leichten Verläufen am besten mit Schatten.
28. Mach eine Pause… Dann starre bis zum Abwinken!
Wenn du mehr oder minder zum Ende kommst mit einem deiner Werke, mach eine Pause. 5 – 10 Minuten sollten reichen. Geh raus, an die frische Luft, beschäftige dich mit etwas anderem. Wenn du wiederkommst, starr deine Arbeit an und such nach kleinen Fehlern wie Farben, die hier und dort kräftiger oder weniger kräftig gemacht werden sollten… oder Links. Es gibt auf Websites so gut wie jedes Mal einen Link, bei dem du das “http://” vergessen hast.
29. Korrekturlesen
Wie es in der Schule immer gesagt wird: Lies deine Sachen, bevor du sie abgibst. Hier ist es genau so: Lies dir dein Werk noch einmal durch, dann gib es deinen Freunden und Bekannten, damit sie es sich durchlesen können. Je mehr Leute es sich durchlesen, desto besser.
In eMails ist es auch ratsam, die Adresse erst am Schluss einzufügen. Das bringt dich einerseits dazu, deine Mail noch ein mal zu lesen und zu überdenken und außerdem verhindert es, dass du die eMail versehentlich abschickst. Denn dort gibt es kein “STRG + Z” mehr
30. Verlasse dich nie auf den Spell Checker
Ich kann es nicht oft genug sagen: Auch wenn der Spell Checker (wie auch immer er im Deutschen genannt wird) viele Fehler beseitigt, gibt es dennoch viele Dinge, die er nicht bemerkt. Vor allem komische Satzstrukturen und andere logische Fehler findet die Maschine bislang leider nicht heraus
31. Arbeite für deine Kunden. Nicht gegen sie
Auch wenn es oft scheint, dass deine Kunden die sind, die keine Ahnung haben, oder dich von deiner Arbeit abhalten… Sie sind die, die dich bezahlen und sie sind die, denen du zuhören solltest. Vergiss auch nicht: Dein Kunde ist der, der dich komplett an den Anfang schicken kann, wenn du in die falsche Richtung gegangen bist!
32. Backups, Backups, Backups
Nur allzu oft hatte ich irgendwelche Dateien verloren, weil sie versehentlich überschrieben oder gelöscht wurden. Genauso sind Hardcrashes von Festplatten leider nicht zu vermeiden. Also: sichere alles, was auch nur irgendwie wichtig ist auf einer externen Festplatte oder deinem Server.
33. Lerne von den “Größten”
Suche auf deviantART, in Flickr, auf Foren oder sonst wo im Internet oder RealLife gute Designer. Schau dir ihre Werke an, lass dich von ihnen inspirieren, versuche nachzuvollziehen, wie sie etwas getan haben oder frag sie sogar selbst!
Wenn dir noch ein Punkt einfällt, schreib mir einfach einen Kommentar!
Übersetzt von gosquared.com

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