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CECT A380i: Rezension

25. Juni 2009 20:08 Asmodiel Analoge Welt, Internet

Nachdem die aufmerksamen Twitterleser erfahren haben, dass mein neues CECT A380i im Zollamt gelandet ist (welches nebenbei bemerkt besch… Öffnungszeiten hat), habe ich es heute abholen lassen und es an getestet.

Gekostet hat mich der Zoll 19% = 13,84 €, was aber irgendwie doch klar war, da die Mehrwertsteuer bezahlt werden musste und bigboxstore aus China versandt hat.

Nun zum Handy bzw. zur Rezension:

Die Bedienung an sich ist bis auf ein paar “Macken”, an die man sich erst gewöhnen muss gar nicht so schlecht, wie es bei dem Preis und den Vorurteilen von Simon (“Chinaplagiat” etc. :D ) sein könnte. Wer wie ich mit einer starken Computergewohnheit rangeht, hat verloren, genauso der, der eine iPhone – Bedienung benutzen will.

Gescrollt (zum Beispiel im Namensmenu) wird entweder durch sein erbärmlich kleines Scroll Icon bzw. eine Scroll Leiste oder durch anwählen des einzelnen Eintrages und halten-ziehen in die gewünschte Richtung… Problematisch ist hier der etwas schwächliche Prozessor, da ein solches Scrollen leider nur schleppend voran geht.

Ein nächster Nachteil ist, dass ich bislang keine Software gefunden hab, mit der ich den Inhalt (wie Kalender oder Adressbuch) des CECT mit meinem Computer synchronisieren könnte. Als ich das USB Kabel in meinen Rechner steckte, wurde sofort die microSD Karte als Speicher erkannt. Vorformatiert und vorbelegt mit der Telefoneigenen Ordnerstruktur ist das aber nur der externe Speicher für Musik, Filme, oder Bilder etc. Heißt: ich muss meinen gesamten Kalender von Hand übertragen… genauso ist auch meine (mehr oder minder) erweiterte Adressbuchführung abhanden gekommen bzw. aufgeteilt worden: Als ich mein Adressbuch auf die SIM Karte übertragen hab (ich bin von einem Nokia 7360 umgestiegen), wurden Einträge, die zum Beispiel Handy und Haustelefonnummer hatten als einzelne Einträge gespeichert. Mein Kalender ist leider auch nicht übertragbar.

Die Qualität der Kopfhörer ist auch nicht wirklich das, was ich von meinen Neodym InEar Phillips gewohnt bin, aber das hat glaub ich kein Handy.

Interessant ist die Funktion des sog. Shake: Wenn Musik läuft, wird bei einem schütteln, als würde man ruckartig eine Antenne o.Ä. ausfahren wollen, das nächste Lied angewählt. Ohne Musik wird das Hintergrundbild gewechselt.

Musik… Man muss die Musik auf seinem CECT zwar in den Ordner “My Music” oder “Audio” auf der SD Karte schieben, aber keineswegs in einen Unterordner, denn das wird dem Handy zu viel. Ohne Mp3-Tag zeigt er den Dateinamen auch nicht normal an wie jeder andere Player, sondern in einer Verkürzung wie es ungefähr bei DOS war. Sonst ist der Musikplayer eigentlich ganz in Ordnung – auch wenn die Bassqualität zu wünschen übrig lässt. Das liegt aber glaub ich hauptsächlich an den schwachen Kopfhörern, die ich schon angesprochen hatte. Die Lautsprecher sind auch nicht gerade das, was ich mir vorstellen würde, aber naja: der Preis macht es eben wohl doch aus :)

Problematisch ist auch, dass die USB Übertragung elendig langsam ist (~650 kbps), was eine Übertragung der Musiksammlung zum Beispiel sehr langwiedrig gestaltet. Ich weiß nicht, ob es Abhilfe schaffen wird, aber ich habe mir bei Amazon für 5€ einen microSD zu SD Adapter gekauft, um direkt auf die Karte schreiben zu können (ich hab einen Card Reader in meinem Laptop :) ), was samt Steuern den Preis des Gerätes hoch auf 110€ setzte.

Fazit: Für umgerechnet 105€ ist das Gerät meiner Meinung nach nichts für jemanden, der viel von seinem Handy verlangt. Aber für einen Nutzer wie mich, die hauptsächlich einen Kalender, SMS und einen Wecker (ja, das Handy hat einen Weck-Planer mit 5 programmierbaren Weckzeiten) brauchen ist es doch eine gute Auswahl. Fragwürdig ist, ob man für 100€ auf eBay nicht etwas besseres gebraucht bekommt, aber damit hab ich mich nicht auseinander gesetzt. Alles in Allem hat das Handy zwar Macken wie jedes, aber es holt eben vieles über den Preis wieder raus.


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